Belvederegarten und der Botanische Garten

Gebändigte Natur und wissenschaftlich erforschte Natur im Vergleich
belvederebotanischerNach der Zweiten Türkenbelagerung 1683 und dem erfolgreichen Abwehrkampf setzte in Wien ein wahrer Bauboom ein. So wurden mächtige Adelspalais mit prächtigen Gärten außerhalb der Stadtmauer errichtet. Eine der größten Anlagen ist sicherlich das Sommerpalais von Prinz Eugen, das Belvedere mit seiner großen, weltberühmten barocken Gartenanlage zu erwähnen. Daneben befindet sich, ein bisschen versteckt aber nicht minder reizvoll, ein Garten im englischen Stil, der auch ein wissenschaftlichen Zwecken diente, der Botanische Garten der Universität Wien.
Bei dieser Führung kann man recht gut den Unterschied zwischen einem barocken und einem englischen Garten erkennen. Beide Gärten wurden zwar geplant, aber die Wirkung ist durchaus gegensätzlich.
Der barocke Garten zwischen dem Oberen- und dem Unteren Belvedere ist der älteste Teil der Gesamtanlage und wurde von Dominique Girard für Prinz Eugen angelegt. Typisch für das Barock sind die Programme der Parkfiguren und die Geometrie der Gartenteile, die den Aufstieg aus der Unterwelt in den Götterhimmel Olymp darstellen.
Der Botanische Garten hingegen, der unter Maria Theresia gegründet wurde, beherbergt auf seiner Fläche von 8 ha ca. 11.500 Pflanzenarten, darunter auch mehrere Raritäten! Sogar ein öffentlich zugängliches Tropenhaus mit tropischen Nutz- und Zierpflanzen befindet sich, neben einer großen Gehölzsammlung, einer Kulturpflanzensammlung und einer ebenfalls interessanten Heil-, Nutz- und Giftpflanzensammlung in dieser historischen Anlage.
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Die Osmanenkriege – das Zeitalter Prinz Eugens

Kleiner Abbé – Einflussreicher und hochgebildeter Kunstmäzen – Siegreicher Feldherr – Weitblickender Staatsmann
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Geboren wurde François-Eugène de Savoie-Carignan am 18. Oktober 1663 in Paris. 2013 feierte das Heeresgeschichtliche Museum daher seinen 350. Geburtstag. Am Hofe des Sonnenkönigs wollte man den kleinwüchsigen Priesterkandidaten mit berüchtigter Verwandtschaft aber nicht so gerne haben. Und so verlässt der Jüngling den französischen Hof, um bei den Erzfeinden Frankreichs, den habsburgischen Kaisern eine ungeahnte Karriere zu machen. Was dieser „edle Ritter“ dann sowohl auf dem Schlachtfeld, dem Staatsparkett und im Bereich der Kunst und der Bildung unter den Kaisern Leopold I., Joseph I. und Karl VI. zuwege bringen wird, ist Weltgeschichte geworden.
Im HGM ist Prinz Eugen – seiner europäischen Bedeutung entsprechend – ein ganzer Abschnitt gewidmet. Dieser Abteilung und dem Saal mit dem Thema „Spanischer Erbfolgekrieg“, sowie einigen ausgewählten Objekten in der Feldherrenhalle und in der Ruhmeshalle werden wir unsere Aufmerksamkeit widmen. Die berühmte originale Trauerdekoration seines Begräbnisses, einige Kleidungsstücke, ein Küriss Prinz Eugens, der berühmt-berüchtigte Mörser von Belgrad sowie Ehrengeschenke und seinen Marschallstab und viele andere Exponate werden wir mit Ihnen besprechen. Auch werden die staatspolitische Beratertätigkeit, die militärischen Taktiken und Strategien, die Bedeutung als Bauherr und die Faszination, die Prinz Eugen auf die einfachsten Soldaten ausübte, eine Thema für uns sein. (mehr …)

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Der 30jährige Krieg

Der Weltkrieg im Herzen Europas
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Die europäische Geschichte des 17. Jahrhunderts war durch zwei große Konflikte gekennzeichnet: Die Auseinandersetzung der protestantischen und der katholischen Mächte im 30jährigen Krieg und der Kampf gegen die von Süden vordringenden Osmanischen Armeen, welche in der 2. Türkenbelagerung Wiens gipfelte.
Die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten finden im Zweiten Prager Fenstersturz einen ersten – von langer Hand vorbereiteten – Höhepunkt, der die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges auslösen wird. Zu den bekanntesten Feldherren in diesem europäischen Krieg zählen sicher Josef Graf von Tilly und natürlich Albrecht von Waldstein, alias „Wallenstein“.
Wir werden uns bei dieser Spezialführung die Entwicklung der Waffentechnik und Taktik genauso ansehen wie das Leben und Leiden der Soldaten und der Bevölkerung in diesem „europäischen Krieg“. Dabei konzentrieren wir uns sowohl auf den militärischen, als auch auf den kulturhistorischen Aspekt dieser Ereignisse. Nicht nur Staatengefüge wurden von den kriegerischen Handlungen beeinflusst, sondern auch die Mode und sogar die Sprache.
Besonderes Augenmerk widmen wir einer großformatigen Bilderserie von Ölgemälden. Der zeitgenössische Künstler Pieter Snayers malte zwar auftragsgemäß Schlachten des 30jährigen Krieges, aber er verpackte – nicht immer gleich zu sehen – Szenen aus dem Alltag eines Heerestrosses. (mehr …)

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Das Heeresgeschichtliche Museum Wien

Eine Überblicksführung durch den ersten Museumsbau Wiens
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Besprochen werden unter anderem der geschichtliche Hintergrund des Großbauwerkes Arsenal mit dem Schwerpunkt des Heeresgeschichtlichen Museums. Dort wird die Feldherrenhalle mit den Feldherren der österreichischen Geschichte und die Ruhmeshalle mit den Fresken von Carl von Blaas genauer besprochen. Danach besichtigen wir speziell interessante Teile der Schausammlung. (mehr …)

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Das Arsenal – Die Geschichte einer Kaserne

Rund um den ersten Museumsbau Wiens
Bei diesem Spaziergang wird u.a. der geschichtliche Hintergrund dieses Großbauwerkes des 19. Jahrhunderts besprochen – es wurden immerhin 177 Millionen Ziegel verbaut. Namhafte Künstler wie August Sicard von Siccardsburg, Eduard van der Nüll oder Theophil Hansen wirkten beim Projekt dieser großen Kasernenanlage mit. Wir werden einzelne Gebäude und ihre damalige, beziehungsweise heutige, Verwendung vorstellen. Dabei schauen wir uns das Objekt 1, das Kommandantengebäude näher an. An seiner Außenseite befindet sich nicht nur die Steinfigur der Austria, sondern auch andere Skulpturen, die die für eine Artilleriekaserne bedeutsamen Handwerke symbolisieren.
Natürlich streifen wir bei unserer Fußführung auch das Objekt 18, in dem das Heeresgeschichtliche Museum untergebracht ist. Wir durchwandern die ehemalige Kaserne weiter und schauen, ob vom österreichischen Bundesheer heute noch ein Teil der Baulichkeiten verwendet wird. Etwas versteckt zwischen neuen Bauten befindet sich auch noch die Kapelle Maria vom Siege – die ehemalige Arsenalkirche.
Bauliche Veränderungen im Laufe der Zeit werden bei unserem Spaziergang genauso besprochen wie die neu errichteten Gebäude innerhalb des Geländes, so zum Beispiel der weithin sichtbare Postrichtfunkturm. Wir haben vor uns eine kleine Stadt in der Stadt mit großer Vergangenheit, die wir begehen werden. (mehr …)

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