Das wiener Foltermuseum

Das Museum für mittelalterliche Rechtsprechung
foltermuseum„Spann´ mich nicht auf die Folter!“ „Ihm wurden die Daumenschrauben angelegt.“ „Jetzt steigen mir aber die Grausbirn´ auf!“ Wir alle kennen solche Ausdrücke und benutzen sie oft unbekümmert. Bei unserer Führung im Museum zeigen wir Ihnen das mitunter beängstigende Umfeld, in dem diese Worte entstanden sind.
In den ehemaligen Luftschutzanlagen aus dem 2. Weltkrieg im Esterházypark wurde von Amnesty International die Errichtung des Museums für mittelalterliche Rechtsprechung veranlasst. Noch im Originalzustand von 1945 sind die Einbauten der Gasschleuse, die Filteranlagen und ein Luftschutzraum zu besichtigen.
Das eigentliche Museum behandelt das bedrückende Thema des mittelalterlichen und neuzeitlichen Strafrechts. Dabei werden wir Figurengruppen besprechen, die die jeweiligen Foltermethoden szenisch darstellen. Grundsätzliche Erläuterungen zur Geschichte und der Charakteristik der Folter als Methode der Rechtsprechung werden wir bei den einzelnen Stationen diskutieren. Von der Besprechung der berühmten Strafrechtsreform Maria Theresias und ihres Sohnes Kaiser Josefs II. gehen wir bis in die heutige Zeit.
Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Führung eine bedrückende und erschreckende Thematik zum Gegenstand hat! Weder war das berühmte „Bäckerschupfen“ so lustig wie es sich anhört, noch beschränkt sich die Folter auf das Mittelalter oder wurde sie „nur“ als Mittel der Urteilsfindung eingesetzt. Die Betreiber des Museums legen Wert, in einer eigenen Dokumentation darauf hinzuweisen, dass es auch heute noch viele Staaten gibt, die nach wie vor Foltermethoden anwenden.

Führungsinformationen:
Treffpunkt:         6. Bezirk, Fritz-Grünbaum-Platz, beim Stiegenabgang Foltermuseum (Esterházypark)
Dauer:                1,5 bis 2 Stunden
Kosten Erw.:      14 € pro Person (exklusive Eintritt)
Kosten Kinder:   7 € pro Kind von 4 bis 14 Jahren (exklusive Eintritt)
Teilnehmerzahl: maximal 15 Personen

Gruppenermäßigung auf Anfrage!

Informationen oder Anmeldungen unter: office@wienerwege.at

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